Finanzierung - Der Betriebsmittelkredit


Was ist der Betriebsmittelkredit?




Der Betriebsmittel- oder Kontokorrentkredit ist kein Investitionskredit. Er soll den Geldbedarf des Arztes für Praxis- und Lebenshaltungskosten bis zur nächsten Honorarzahlung abdecken.

In der Praxisgründungsphase dient er aber auch zur Vorfinanzierung der Anlaufkosten.

Der Betriebsmittelkredit ist in der Höhe begrenzt. Die betreffende Summe wird dem Arzt auf sein "laufendes" Konto überwiesen, wo er seine täglichen Dispositionen abwickelt.

Wie hoch ist der Betriebsmittelkredit?

Die erforderliche Höhe richtet sich nach den individuellen Verhältnissen: Ausschlaggebend sind hier sowohl Praxis- als auch Lebensführung. Die Höhe wird deshalb im Einzelfall festgelegt.

Für die Zeit der Praxisgründung gilt: Die Höhe des Betriebsmittelkredits sollte etwa der Hälfte des Jahresbedarfs der Praxis- und Lebenshaltungskosten, das heißt der liquiden Ausgaben, entsprechen.

Wo liegen Ihre Vor- und Nachteile?

Über das laufende Konto gehen neben Zahlungen auch Gutschriften – z.B. KV/KZV-Zahlungen. Wie weit das Kreditlimit ausgenutzt wird, unterliegt deshalb ständigen Schwankungen. Bei dem Betriebsmittelkredit ist mit höheren Zinsen zu rechnen, trotzdem bringt er Vorteile: Der Betriebsmittelkredit ist flexibel und wirtschaftlich – und Zinsen müssen nur für den Betrag gezahlt werden, der auch wirklich in Anspruch genommen wird.